Die „Gothas“ und die Bombardierungen im 1. Weltkrieg


Vortrag von Prof. Dr. Bruno Spessert im Dokumentationszentrum Walpersberg

(4. Januar 2010) Der Geschichts- und Forschungsverein Walpersberg e.V. veranstaltet über die Wintermonate eine Veranstaltungsreihe mit fünf Vorträgen zum Thema: Das Ende des 2. Weltkrieges: Die letzten Pläne der Nazis.

Zur thematischen Vorgeschichte gehört der Vortrag am kommenden 10. Januar um 15.00 Uhr im Dokumentationszentrum Walpersberg in Großeutersdorf. Prof. Dr. Bruno Spessert, Prorektor für Forschung und Entwicklung der Fachhochschule Jena, spricht über die Gothaer Waggonfabrik und den Beginn des strategischen Luftkrieges im 1. Weltkrieg.

Der strategische Bombenkrieg des 1. Weltkrieges begann mit Angriffen deutscher, britischer und französischer Luftschiffe und Flugzeuge auf das feindliche Hinterland. Das deutsche Hauptziel war die britische Hauptstadt London, die zunächst aus Zeppelinen und ab 1917 vor allem aus Flugzeugen bombardiert wurde. Die wichtigsten hier verwendeten Flugzeugtypen waren die Großflugzeuge der Gothaer Waggonfabrik, die Gothas. Die Gothas griffen vom besetzten Belgien aus den Südosten Großbritanniens und besonders London an und töteten hunderte Menschen.

Professor Spessert wird in seinem Vortrag auf den Flugzeugbau der Gothaer Waggonfabrik und besonders auf die Entwicklung und den Einsatz der Gothas im 1. Weltkrieg eingehen. Der Bau dieser Großflugzeuge mit drei bis vier Besatzungsmitgliedern, zwei Motoren und einer Spannweite von 23,7 Metern war zur damaligen Zeit eine enorme technische Herausforderung. Während der Angriffe auf England wurde, teils auch nachts, eine große Strecke über die Nordsee geflogen. Für den Einsatz der Flugzeuge musste deshalb erst eine geeignete Infrastruktur geschaffen werden, z.B. ein spezieller meteorologischer Dienst.

Im geschichtlichen Rückblick kündigten sich mit den Bombenangriffen des 1. Weltkrieges die entsetzlichen Bombardierungen des 2. Weltkrieges an, die viele Städte weitgehend zerstörten und hunderttausende Tote forderten.

Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Bruno Spessert
bruno.spessert@fh-jena.de

10. Januar 2010, 15.00 Uhr
Dokumentationszentrum Walpersberg REIMAHG
Dorfstraße 7, 07768 Großeutersdorf
Eintritt: 4,00 Euro


sn