Deutsch-Afrikanische Geschäftsidee auf dem Prüfstand


BWL-Studenten der FH Jena in innovative Existenzgründung involviert


Keine Reise ist ohne Risiko, vor allem nicht die Reise in die Selbständigkeit. Wer seine Geschäftsidee verkaufen möchte, muss die potenziellen Kunden, seine Produktgestaltung und Verkaufsstrategien genau unter die Lupe nehmen.

BWL-Studenten der Fachhochschule Jena führten im Rahmen eines 8-monatigen Projektes eine Marktforschungsstudie zu „Akzeptanzhürden deutscher Unternehmen bei der Beurteilung von Weiterbildungsangeboten in Kombination mit Erholungsreisen“ durch. Hintergrund war die Suche des Unternehmens i. Gr. „Byteventure“ nach aufschlussreichen Marktdaten für ihre innovative Dienstleistung, die es deutschen IT- Spezialisten ermöglicht, Weiterbildungsprogramme in Schulungszentren in Südafrika zu absolvieren.

Unter Projektleitung von Prof. Dr. Bernd Hantke und Prof. Dr. Günter Buerke entwickelte ein Team von 11 Studenten einen Fragebogen, der mit Hilfe eines Befragungsprogramms online an 1000 deutsche Unternehmen aus dem IT- Bereich verschickt wurde. Dann begannen die Studenten mit der Auswertung der Daten. Das Kernstück der gesamten Arbeit, die Aufbereitung der Ergebnisse, mündete in einer knapp 100seitigen Studie. Im November des vergangenen Jahres präsentierte die Projektgruppe ihre Ergebnisse und leitete für das Unternehmen Optimal-Strategien ab. Wichtig sind den potenziellen Kunden danach vor allem ein individuell gestaltbares Produkt und eine unkomplizierte ganzheitliche Abwicklung über einen Anbieter. Trotz allem bleiben die Top-Kriterien für eine Kaufentscheidung Kosten und Reisezeit.

Der Abschluss dieses Projekts reiht sich nahtlos in die Kette der erfolgreichen Zusammenarbeit des Fachbereichs Betriebswirtschaft mit der freien Wirtschaft ein. Seit mehreren Jahren finden Studenten der FH Jena und Unternehmen auf diesem Wege zueinander. Was Arbeitgeber an Teamfähigkeit und Methodenkompetenz fordern, wird hier ausgebildet und in solchen Praxis-Projekten unter Beweis gestellt. Auf Seite der angehenden Diplom-Betriebswirte wird dazugelernt, während die Unternehmen von den Er-gebnissen profitieren und die Fachhochschule einmal mehr unter Beweis stellen kann, dass sie zu Recht in dem Ruf steht, eine praxisorientierte Ausbildung zu vermitteln.

Kruse/Tschischgale

sn

Heft 6