37 tote Zwangsarbeiter für einen Düsenjäger


Prof. Dr. Bruno Spessert über seine Recherchen zum Bau des Flugzeugs Me 262

In der letzten Phase des zweiten Weltkrieges setzten die Nazis alle Hoffnungen auf ihre „Wunderwaffen“, wie den Düsenjäger MESSERSCHMITT Me 262. Am 21. Februar 1945 startete die Me 262 erstmals. Die Startbahn war auf dem Rücken des thüringischen Walpersberges bei Kahla errichtet worden.

Bruno Spessert, Akustikspezialist und Professor für Maschinenbau an der FH Jena beschäftigt sich seit langem mit der Geschichte dieses Flugzeugs. Am kommenden 21. Februar hält er um 18.00 Uhr im Hörsaal 9 der Friedrich Schiller Universität Jena, Ernst Abbe Platz, einen Vortrag zu Geschichte und Produktion der MESSERSCHMITT.

Produziert wurde die Me 262 unterirdisch: ein bestehendes Bergwerk wurde zu einer Flugzeugfabrik umgebaut. Sie war das erste serienmäßig produzierte Strahlflugzeug und das zweifellos beste Jagdflugzeug des zweiten Weltkrieges - eine technische Höchstleistung zur Vernichtung von Menschen und unter wahrhaft mörderischen Verhältnissen von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern hergestellt.

27 Flugzeuge sollen im Walpersberg montiert worden sein. Berücksichtigt man nur die beurkundeten Sterbefälle des Werkes, dann kostete allein die Herstellung jeder dieser Maschinen fast 37 Menschen das Leben. 991 Todesfälle sind beurkundet, die tatsächliche Anzahl der Toten liegt mit Sicherheit höher.

Der Vortrag von Prof. Dr. Bruno Spessert ist eine Veranstaltung des Vereins für Technikgeschichte Jena e.V. Interessenten sind herzlich willkommen.



sn