Vom „Blaustrumpf“ zur gleichberechtigten Kommilitonin


Wanderausstellung „Forschen, Lehren, Aufbegehren - 100 Jahre akademische Bildung von Frauen in Bayern“ ab 05. Oktober in der FH Jena


Akademische Bildung von Frauen ist im 21. Jahrhundert und unserem Kulturkreis Selbstverständlichkeit. Studentinnen und Dozentinnen gehören zum Alltag unserer Hochschulen. In einigen Fächern stellen Frauen die Mehrheit der Studierenden dar, in anderen sind sie ausgesprochen selten. Zudem ist immer noch ein sehr geringer Frauenanteil in den höheren „Karrierestufen“ zu finden, z.B. liegt im Jahr 2005 bundesweit der Frauenanteil bei den Professoren bei nur 14 %.

An der FH Jena ist vom 05. Oktober bis zum 03. November die Wanderausstellung der Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten bayrischer Hochschulen „Forschen, Lehren, Aufbegehren - 100 Jahre akademische Bildung von Frauen in Bayern“ zu Gast.

Die Ausstellung stellt historisch-kritisch den 100jährigen nicht nur in Bayern schweren Weg der Frauen um Zulassung zum Studium und Anerkennung im wissenschaftlichen Alltag dar, zeigt Erfolge und Schwierigkeiten auf.

Ein Studium bedeutete früher und bedeutet auch heute den Frauen weit mehr als lediglich Zugang zu Bildungsmöglichkeiten: es bringt Frauen einen wesentlichen Schritt näher zur vollen Gleichheit in Beruf und Gesellschaft.

Die Fortsetzung dieser Entwicklung wird vielleicht in nicht allzu ferner Zeit dazu führen, dass das Wort Frauenstudium in Vergessenheit gerät, dass Frauenförderprogramme überflüssig werden und dass Frauen wie auch Männern als akademisch arbeitender Mensch in der Gesellschaft dieselbe Wertschätzung zugestanden wird.

Wanderausstellung vom 5. 10. – 3. 11. 2005
FH Jena
Carl-Zeiss-Promenade 2
Haus 5, Etage 3, ZG
www.fh-jena.de

Dr. Carola Wicher/sn