Training für „reale“ Patente


FH Jena und TU Ilmenau trainieren Verwertung von Hochschulpatenten


Von den zahlreichen Erfindungen an Hochschulen bleibt ein nicht zu vernachlässigender Anteil im Elfenbeinturm der Wissenschaft verborgen, und dies obwohl hierfür vielfältige wirtschaftliche Anwendungsmöglichkeiten bestehen. Das brachliegende Potenzial beläuft sich nach Expertenschätzungen auf mehrere hundert Milliarden Euro. Um den Wissens- und Technologietransfer zu beleben, hat der deutsche Gesetzgeber vor wenigen Jahren das so genannte Hochschullehrerprivileg abgeschafft und die Hochschulen in die Lage versetzt, alle Erfindungen ihrer Beschäftigten auf eigene Rechnung vermarkten zu können.

Der Erfolg derartiger Aktivitäten hängt in entscheidendem Maße davon ab, inwieweit die Wissenschaftler für die Thematik sensibilisiert und bereit sind, an der Verwertung aktiv mitwirken. Um unter den Hochschulmitarbeitern und den Studierenden ein entsprechendes Bewusstsein zu schaffen und die notwendigen Kenntnisse zu vermitteln, veranstaltet die FH Jena in Kooperation mit der TU Ilmenau im Sommersemester 2006 erstmals einen Patentverwertungsworkshop. Möglichst vielfältige Vermarktungskonzepte zu „realen“ Patenten der FH Jena und der TU Ilmenau sollen dort erarbeitet werden - etwa durch Verkauf, Lizenzierung oder Unternehmensgründung.

Das Basiswissen erlangen die Teilnehmer in einer Reihe von Fachvorträgen, die während des Semesters an beiden Standorten unter Nutzung des Videokonferenzsystems angeboten werden. Es referiert u.a. Prof. Dr. Karl-Heinz Brandenburg, Miterfinder des Audiokompressionsverfahrens mp3, zum Thema „Mp3 und mehr …Vom Patent zum Welterfolg“.
Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Abschlusspräsentation von Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft bewertet.

Die Veranstaltungsreihe startete in Jena bereits am 3. April und findet bis 26. Juni jeweils montags von 17:00 bis 18:30 Uhr statt.

Kontakt: Arndt Lautenschläger, Tel. 03641 / 205591, arndt.lautenschlaeger@fh-jena.de