Rollenspiele und Lebende Bilder


Workshop Begegnungen der FH Jena und der JENOPTIK AG im Deutschen Nationaltheater Weimar

(9. Juni 2008) Der gemeinsame Workshop Begegnungen der FH Jena und der JENOPTIK AG wird die Studentinnen und Studenten der Fachhochschule am 13. Juni 2008 ans Deutsche Nationaltheater Weimar führen. Damit schließt sich ein Kreis, denn 2004 startete hier die erste dieser Veranstaltungen.

Basis aller Workshops sind die kulturellen und künstlerischen Sponsoringprojekte der Jenoptik, die den Studierenden der FH Jena jeweils unter einem konkreten Thema zugänglich gemacht werden. Regelmäßig ist auch ein Vertreter des Jenoptik-Managements bei den Workshops zu Gast, denn für das Unternehmen gehört die Kunst zur Realität des Alltags und ist darüber hinaus Bestandteil der Unternehmensphilosophie.

Im Mittelpunkt des nunmehr achten Workshops steht die Theatralität in der Gesellschaft bzw. der Umgang mit dem Rollenspiel. Bilder des Theaters werden untersucht und auf gesellschaftliche Bilder übertragen. Tableaux vivants, lebende Bilder, werden sie in der Fachsprache genannt. Tableaux reflektieren und interpretieren Gesellschaft. Deshalb sind sie ein ideales Medium der Kunst, um die Blicke des Publikums auf Gesten, Physiognomie und Körpersprache zu lenken.

Bereits im 18. Jahrhundert wurden Tableaux vivants als Nachstellungen historischer Ereignisse und Gemälde aufgeführt. In einer Zeit, in der nur wenige Menschen lesen und schreiben konnten, verbreiteten lebende Bilder, oft mit begleitender Erzählung, historisches Wissen.

Die Workshopteilnehmer werden aber nicht nur Theaterbilder untersuchen und Körpersprache analysieren, sondern auch Gelegenheit haben, einen ausführlichen Blick hinter die Theaterkulissen zu werfen. Abschluss und ganz sicher auch ein Höhepunkt des Tages ist der Besuch von Richard Wagners Oper Das Rheingold, dem ersten Teil der großen Tetralogie Der Ring des Nibelungen.


Katrin Lauterbach, Jenoptik AG                               
Sigrid Neef, Fachhochschule Jena