Standardwerk zur Kinder- und Jugendhilfe erscheint in 6. Auflage


Herausgeber lehrt im Fachbereich Sozialwesen an der Fachhochschule Jena

(21. Oktober 2009) Seit über drei Jahrzehnten bietet der Frankfurter
Kommentar, nunmehr in der 6. Auflage, eine juristisch zuverlässige und
Disziplinen übergreifende Darstellung des Kinder- und
Jugendhilferechts. Mitherausgeber ist der im Fachbereich Sozialwesen an
der FH Jena lehrende Professor Dr. Thomas Trenczek.

Die aktuelle Auflage berücksichtigt bereits die Neuregelungen
insbesondere durch das Kinderförderungsgesetz sowie das am 1.09.2009 in
Kraft getretene neue FamFG. Damit gelten für die zentrale Schnittstelle
zwischen Jugendhilfe und Familiengericht neue Grundlagen, die auf die
Praxis der Kinder- und Jugendhilfe erhebliche Auswirkungen haben. Die
Auswirkungen auf die Aufgaben bei der Mitwirkung im
familiengerichtlichen Verfahren sowie in der Beratung werden
ausführlich erläutert. Das Kinderförderungsgesetz hat u.a. wesentliche
Änderungen bei der Kindertagesbetreuung gebracht. Diese finden eine
vollständige Neukommentierung und können dabei bereits die ersten
Erfahrungen aus der Praxis berücksichtigen. Die durch die Einführung
des § 8a SGB VIII (Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung)
angestoßenen fachlichen Entwicklungen werden praxisnah geschildert. Die
gesetzliche Neufassung der Kostenbeteiligung wie die Einführung der
Vorschrift zur Steuerungsverantwortung des Jugendamts haben eine Flut
von Rechtsprechung ausgelöst. Diese ist vollständig ausgewertet. Die
Autoren des Frankfurter Kommentars wollen die Praxis dabei unterstützen,
die im Kinder- und Jugendhilferecht angelegten Möglichkeiten
sozialpädagogischen Handelns fachlich zu nutzen. Den Juristinnen und
Juristen soll ein Zugang zu den sozial- und humanwissenschaftlichen
Grundlagen und Bezügen der Kinder- und Jugendhilfe ermöglicht werden.
Mehr als in anderen Rechtsgebieten fließen außerjuristische
Überlegungen in die Auslegung der Bestimmungen mit ein, es gibt wohl
kaum ein anderes Gesetzeswerk, welches sich so stark auf
sozialpädagogische Erkenntnisse und Erfahrungen stützt. Der Frankfurter
Kommentar will dazu beitragen, die interdisziplinäre Fachlichkeit der
Kinder- und Jugendhilfe zu stärken und die im SGB VIII liegenden
Potentiale zur Verwirklichung der Rechte und Interessen von jungen
Menschen und ihren Familien zu nutzen. Kennzeichnend für den
Frankfurter Kommentar ist der interdisziplinären Diskurs, um das
Konzept der sowohl rechtsdogmatisch gründlichen wie
sozialwissenschaftlich und sozialpädagogisch begründeten Kommentierungen
durchgehend verwirklichen zu können. Die Fachwelt betont die gelungene
Verbindung von juristischer Expertise und der Praxis der Sozialen
Arbeit: »Pflichtlektüre...juristisch und sozialpädagogisch fundierte
und doch gut lesbare Darstellung.« (Priv.-Doz. Dr. Kerstin Strick,
FamRZ 8/07)

Frankfurter Kommentar SGB VIII Kinder- und Jugendhilfe
Herausgegeben von Prof. Dr. Johannes Münder,
Dr. Thomas Meysen und Prof. Dr. Thomas Trenczek
6. Auflage 2009, ca. 1.000 S., brosch., 59,-- €,
ISBN 978-3-8329-3936-6
Erscheint Oktober 2009


sn